Friedensmarsch durch Uelzen am Ostersonntag

Das „Uelzener Bündnis für Demokratie und Toleranz“ wird seinen Protest gegen das Konzert der Südtiroler Deutschrockbad Frei.Wild- in der Jabelmannhalle am 21.04.2019 durch einen Friedensmarsch unüberhörbar zum Ausdruck bringen.
Ein buntes Uelzen lebt von der aktiven Auseinandersetzung darüber, wie wir in unserer Stadt friedlich und in Vielfalt zusammen leben können. Wie Bündnispartner Dieter Thiel betont, „sind Frei.wild entgegen ihrer Behauptungen nicht »unpolitisch«” und hebt hervor, „dass sie in ihren Texten immer wieder Themen bearbeiten, die für extreme Rechte anschluss- und zustimmungsfähig sind“. Ingetraud Schmäcke ergänzt, „Frei.wild verpacken ihr gewaltverherrlichendes und völkisches Gedankengut so geschickt, dass es massenkompatibel daherkommt.“ Die Band liefert so den Soundtrack für den gesellschaftlichen Rechtsruck und ist ein Bindeglied in die politisch rechte Szene.

Das Bündnis ruft dazu auf, nicht stillschweigend zuzusehen wenn nationalistische und menschenfeindliche Parolen gesellschaftsfähig gemacht werden sollen:
Friedensmarsch durch Uelzen am Ostersonntag, 21. April 2019, um 17.00 Uhr. Treffpunkt ist der Herzogenplatz in Uelzen.

Protest gegen Frei.Wild-Konzert in der Jabelmannhalle

In einem offenen Brief fordert das „Uelzener Bündnis für Demokratie und Toleranz“ den Betreiber der Jabelmannhalle auf, das für Ostersonntag, 21. April 2019 geplante Konzert mit der völkischen Band „Frei.Wild“ abzusagen. Herr Gustävel – der auch Veranstalter des „Uelzen Open R“ ist – solle „dem Soundtrack zum Parteiprogramm der AfD keine Bühne geben“, so Bündnis Mitglied Monika Mattig, „eine Band, die aus Goebbels Sportpalast-Rede („Sturm, brich los“) zitiert, ist nicht »unpolitisch«“. Der offene Brief wurde auf der Internetseite des Bündnisses veröffentlicht und inzwischen von zahlreichen Organisationen und Bürger_innen aus der gesamten Region unterzeichnet. „Dass die Zahl der Unterzeichner_innen täglich wächst, macht deutlich: In Uelzen ist kein Platz für eine Band, die völkisch-nationales und gewaltverherrlichendes Gedankengut verbreitet”. so Monika Mattig weiter.
Falls das Konzert wie geplant stattfindet, kündigt das Bündnis Protest an. „Es wird einen Friedensmarsch aus der Innenstadt vor die Jabelmannhalle geben“, kündigt Frank Heinrich vom Bündnis an.

Das Uelzener Bündnis für Demokratie und Toleranz hat sich 2016 gegründet und tritt für eine demokratische Kultur und solidarische Gesellschaft ein. Es ist ein Zusammenschluss von Gewerkschaften, Parteien, des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises, des Uelzener Bündnis gegen rechts, der Antifa und Einzelpersonen.

Nachfolgend der Link zum offenen Brief:
www.buendnis-demokratie-toleranz-uelzen.de/offener-brief-voelkischer-musik-keine-buehne-geben/

Pressekontakt: presse@buendnis-demokratie-toleranz-uelzen.de

Stellungnahme zur geplanten Einrichtung eines muslimische Gräberfelds in Westerweyhe

Die Planung der Hansestadt Uelzen, im Rahmen der Friedhofsumgestaltung in Westerweyhe ebenfalls ein muslimisches Gräberfeld einzurichten, hat eine Vielzahl antimuslimischer Ressentiments zu Tage treten lassen.

Das Uelzener Bündnis für Demokratie und Toleranz nimmt wie folgt Stellung dazu:
Die Hansestadt Uelzen muss als Betreiberin des Friedhofs allen Bürger_innen eine würdevolle Bestattung ermöglichen. »Eine Bestattung ist dann würdevoll, wenn sie den persönlichen und religiösen Vorstellungen des Verstorbenen und seiner Angehörigen entspricht«, stellt Bündnismitglied und Ortsratsmitglied Florian Ihlenfeldt fest.

Menschen muslimischen Glaubens können bisher nur außerhalb des Landkreises Uelzen gemäß ihrer Vorstellungen bestattet werden; dieser Umstand macht sie zu Bürger_innen zweiter Klasse. Die Einrichtung eines muslimischen Gräberfelds ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass Integration gelingen kann.
»Deswegen begrüßen wir die Pläne zur Einrichtung eines muslimischen Gräberfelds. Sie entspricht einer weltoffenen Hansestadt«, so Ihlenfeldt weiter.

Das Bündnis hebt insbesondere den am Samstag, 4. November 2017 in der Allgemeinen Zeitung erschienen Artikel von Norman Reuter, als positives Beispiel einer aufklärenden und sachlichen Hintergrundberichterstattung hervor.

Gemeinsam ein Zeichen gegen Hass und Hetze setzen

Aufstehen gegen Rassismus Festival am 25. August 2017 auf dem Uelzener Herzogenplatz

Am Freitag den 25. August 2017, ab 17:00 Uhr findet auf dem Herzogenplatz in Uelzen das Aufstehen gegen Rassismus Festival statt. Ein breites Bündnis, bestehend aus den Jusos im Unterbezirk Uelzen/Lüchow-Dannenberg, der Grünen Jugend, der Linksjugend Solid und den Gewerkschaftsjugenden des DGB, der IG Metall Jugend, der ver.di, der IG BAU, der GEW und der NGG sowie dem Uelzener Bündnis gegen Rechts und dem Jugendwerk der AWO im Bezirk Hannover, lädt an diesem Tag ein, gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rassismus und fremdenfeindliche Hetze zu setzen.

Stattfinden wird das Festival unter dem Schirm der bundesweiten Organisation des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“.

Im Fokus dieses Zusammenschlusses stehen insbesondere die präventive Arbeit gegen jegliche rechte, menschenverachtende Ideologie und daraus resultierenden Menschenhass. „Wir freuen uns, ein solch vielfältiges Line-Up präsentieren zu können“ teilt das Bündnis vor Ort mit. „So haben wir neben Brass Riot aus Lüneburg und der Band Tubbe aus München mit Sookee eine Künstlerin gewinnen können, die sich besonders gegen Hass und Hetze engagiert und Partei ergreift.“

Neben Live-Musik und Redebeiträgen, ist natürlich auch für Essen und Trinken sowie Informationen zum Thema Fremdenfeindlichkeit gesorgt. Rund um die Bühne werden Stände zahlreicher weiterer Organisationen vertreten sein, welche sich in diesem Thema engagieren. „Wir freuen uns auf einen wunderschönen Nachmittag und hoffen mit dieser Aktion möglichst viele Menschen zu erreichen und sich im Kampf für die Demokratie zu beteiligen.“

Wohin führt die Abschiebepolitik?

Von der Willkommenskultur zur Abschieberepublik

Spätestens seit dem Politiker mehrerer Parteien Abschiebungen nach Afghanistan befürworten, steht die Abschiebepolitik im Zwielicht. Selbst das Kirchenasyl wird ausgehebelt.

Droht nach der Willkommenskultur nun die Abschieberepublik?

Die Liste der Länder in die abgeschoben wird ist lang. Darüber wird Kai Weber vom niedersächsischen Flüchtlingsrat auf der Veranstaltung informieren.

Wie sicher ist es in diesen Ländern? Finden abgeschobene Flüchtlinge dort Schutz? Oder wird aus politischen Motiven ein Land für sicher erklärt? Woher kommt und wohin führt diese politische Entscheidung?

Gegen solche Verschärfungen richtet sich öffentlicher Protest. Demonstrationen gegen Abschiebungen nach Afghanistan beeinflussen die Auseinandersetzungen. In einigen Bundesländern gilt ein Abschiebestopp nach Afghanistan.

Es liegt an uns, wenn unser Asylrecht weiter Bestand haben soll. Und wir nicht mit Lügen über angeblich sichere Herkunftsländer Schutzsuchende abweisen.

Das Uelzener Bündnis für Demokratie und Toleranz lädt ein zur Informations- und Diskussionsveranstaltung:

Mittwoch, 14. Juni 2017
19.30 Uhr
Hundertwasser Bahnhof
29525 Uelzen