Lesung und Diskussion mit Thomas Willms

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Datum/Zeit
Date(s) - 09/05/2018
19:00

Veranstaltungsort
DRK-Mehrgenerationenzentrum

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Ausschwitz als Steinbruch – Was von den NS-Verbrechen bleibt

Können die Verbrechen des NS-Regimes, auch der im Mittelpunkt des Gedenkens stehende millionenfache Mord an Jüdinnen und Juden, wie jedes andere Verbrechen der Weltgeschichte, vergessen werden?

In seinem Buch „Auschwitz als Steinbruch“ gibt der Politikwissenschaftler Thomas Willms in Essays, Analysen und Recherchen Antworten auf die Frage: Was bleibt von den zahllosen und schrecklichen NS-Verbrechen in unserem Gedenken präsent? Welche Aspekte der Erinnerungen sind auch von Zeitzeugen von Anfang an ignoriert worden? Welche Missverständnisse bestimmen unsere Vorstellungen über Konzentrationslager? Geben wir den Stimmen der überlebenden Opfer ihr politisch-moralisches und authentisch-dokumentarisches Gewicht?

Denn die Vergegenwärtigung der Verbrechen des NS-Regimes ist zunehmend einem ökonomischen und ideologischen Markt überlassen. Militär- Zeitschriften in Hochglanz betreiben als vermeintliche zeitgeschichtliche Aufarbeitung eine ungeschminkte Lobhudelei der Wehrmacht und ihrer Nazi-Generäle. Aus dem Zusammenhang gerissene Bilder haben bereits einen maßgeblichen Einfluss auf das Geschichtsbild. Auch in Filmen der öffentlich-rechtlichen Anstalten finden sich historische Fehler, die den verbrecherischen Charakter des menschenverachtenden Nazisystems in Hitlers Volksstaat beschönigen.

Thomas Willms, *1967, Diplom-Politikwissenschaftler, Bundesgeschäftsführer der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA).

 

Das Uelzener Bündnis für Demokratie und Toleranz lädt ein
Mittwoch, 9. Mai 2018 um 19:00 Uhr
DRK-Mehrgenerationenzentrum, Ripdorfer Str. 21, 29525 Uelzen

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.